dghd Jahrestagung vom 4. bis 6. März 2013 in Magdeburg

Abstracts der Preconference Workshops

Enhancing the roles and effectiveness of academic developers

Prof. Ranald Macdonald

Traditionally academic developers have focused on the development of individual teachers and aspects of learning and teaching such as assessment and the design of an effective curriculum.

Increasingly, the roles expected of academic developers have broadened to include, as well as the development of individual teachers, the development of: groups of teachers; new practices; learning environments; the institution; students; quality assurance systems; and the credibility of teaching improvement efforts (Gibbs 2013).

What will happen: In this workshop, through a variety of activities such as individual reading and reflection, paired and small group work, plenary and presentation, we will explore how academic developers can become more strategic in their actions. Participants will work towards bringing about change through a focus on learners and their learning at all levels. In particular, we will consider the value of being part of a community – local, discipline, institutional and national – to build our own capacity to be effective change agents and leaders.

Before the workshop: Participants are asked to find and bring with them their own institution’s policy and publicity statements on learning and teaching, including quality assurance processes relating to the student learning experience.

Ranald Macdonald has worked in an academic development unit, institution, nationally and in a number of other countries promoting the scholarship of academic development and, through the UK’s Staff and Educational Development Association, re-developing the SEDA Fellowship scheme for academic developers. He was awarded a UK National Teaching Fellowship in 2005 for excellence in learning and teaching, is an Emeritus Professor of Academic Development at Sheffield Hallam University in the UK and has published widely.

 

Kompetenzorientierte Prüfungen - Anforderungen an eine moderne Prüfungsarchitektur

Dr. Oliver Reis

Lehrende sehen in ihrer Praxis meist nur die Prüfung, für die sie zuständig sind, und auch die Studierenden konzentrieren sich auf die Anforderungen, die ihnen in einer Prüfung gestellt werden. Aber erfüllen die Prüfungen auch ihre diagnostische Funktion zu überprüfen, ob die im Studiengang angestrebten Kompetenzen erreicht werden? Dafür braucht es einen Blick auf die "Prüfungsarchitektur" eines Studiengangs: Welche Prüfungsziele müssen welche Prüfungen in welcher Studienphase erreichen? Und mit welchen Methoden müssen welche Prüfungsgegenstände sichtbar gemacht werden? Hier die richtigen Entscheidungen zu treffen, beeinflusst erheblich die Qualität des Lehrens und Lernens in einem Studiengang.

Im Workshop erarbeiten sich die Teilnehmer/innen einen geklärten Begriff von Kompetenzorientierung und darauf aufbauend die hochschuldidaktischen Kriterien für eine gelungene Prüfungsarchitektur. Sie analysieren und bewerten auf dieser Grundlage die Prüfungsarchitekturen verschiedener Studiengänge. Bei Interesse können Teilnehmer/innen auch eigene Studiengangskonzepte mitbringen und analysieren.

 

Didaktische Schlüsselsituationen in der Hochschullehre verstehen und deuten – Workshop zur Professionalisierung der Hochschuldidaktik durch den Einsatz videogestützter Fallarbeit

Ulrike Jahnke

Wie gestalte ich Einstiegssituationen erfolgreich? Was unterscheidet eine gute Zusammenführung der Arbeitsergebnisse von einer schlechten? Wie gehe ich mit unterschiedlichen Wissensständen der Studierenden in Diskussionsrunden um? Welche Arbeitsaufgabe ist für welche Art des Kompetenz- und Wissenserwerbs sinnvoll und angemessen? Wozu benötige ich definierte Lernziele für eine Lehr-Lerneinheit? Diese und andere Fragen sind immer wieder Thema im Rahmen der didaktischen Gestaltung von universitären Lehrveranstaltungen. In der hochschuldidaktischen Aus- und Weiterbildung können sie behandelt werden anhand der Diskussion theoretischer didaktischer Modelle und Konzepte, mittels praktischen Trainings oder auch über die (gegenseitige) Hospitation und Reflexion tatsächlichen Lehrhandelns. Erstes bleibt oft – so eine nicht nur bei Praktikern verbreitete Ansicht – abstrakt und "zu theoretisch" für den Transfer in die eigene Praxis. Letztes erfordert die Fähigkeit, Lehr-Lernsituationen differenziert und professionell zu betrachten, um nicht auf der Ebene rein erfahrungsbasierter Überlegungen stecken zu bleiben. Hier knüpft die Idee der videogestützten Fallarbeit an, die die Möglichkeit bietet, alltägliche, reale didaktische Schlüsselsituationen zu betrachten, losgelöst vom direkten Handlungsdruck. Eine Bereitstellung der Videomaterialien und der Lernumgebung über ein Online-Portal bietet darüber hinaus die Möglichkeit der zeitlich und örtlich flexiblen Nutzung eines solchen Formats, womit eine Einbindung in bestehende Aus- und Weiterbildungskonzepte in der Hochschuldidaktik in unterschiedlichster Form möglich ist.

In dem hier angebotenen Workshop sollen Hochschuldidaktikerinnen und -didaktiker anhand der Analyse von so genannten "Mini-Cases", die videographierte Ausschnitte aus realen Lehr-Lernsituationen zeigen, erproben, wie videogestützte Fallarbeit in Weiterbildungsveranstaltungen der Hochschuldidaktik integriert werden kann und welche Aus- und Weiterbildungsaspekte damit adressiert werden können. Die Teilnehmenden analysieren – alleine oder in Kleingruppen – unterschiedliche Mini-Cases und erstellen exemplarisch eine differenzierte und professionelle Deutung auf Grundlage sowohl theoretischer Konzepte und Modelle als auch eigener Erfahrungen. Abschließend wird gemeinsam das Potential der Videofallarbeit als Beitrag zur Professionalisierung der Hochschuldidaktik im Rahmen von Aus-, Fort- und Weiterbildungen diskutiert.

 

Herausforderungen und Handlungsperspektiven im Umgang mit internationalen Studierenden

Dr. Elke Bosse

Mit der Zahl internationaler Studierender wächst die Bedeutung kultureller und sprachlicher Diversität im Hochschulalltag. Wie aktuelle Studien belegen, stellt diese Vielfalt nicht nur eine Bereicherung dar, sondern bringt auch interkulturelle Herausforderungen mit sich. Lehrende stehen damit häufig vor der Frage, wie sich der Umgang mit internationalen Studierenden in ihrer Lehr- und Beratungspraxis konstruktiv gestalten lässt.

Der Workshop geht dieser Frage anhand von Fallbeispielen aus dem Hochschulalltag nach. Mit Hilfe von Modellen der Interkulturellen Kommunikation werden typische Handlungsproblematiken analysiert und Perspektiven für Lehre und Beratung entwickelt.

Das Workshopkonzept wurde im Rahmen des DAAD-Projekts "Qualifizierung für interkulturelle Kommunikation in Lehre, Beratung und Forschung" (qualiko LBF) an der Universität Hildesheim entwickelt und mit unterschiedlichen Zielgruppen erfolgreich erprobt.

 

Knifflige Situationen in der Lehre meistern

Karin Leven

Die Studierenden verhalten sich unerwünscht … die Studierenden unterlassen, was sie tun sollten … Studierende stören … Wer kennt das nicht, solch schwierige Situationen im Umgang mit Studierenden unvorbereitet meistern zu müssen?

Als Lehrende/-r stehen Sie stets vor der Herausforderung, den Kontakt mit den Studierenden so zu gestalten, dass diese bestmöglich lernen und ihre Kompetenzen weiter entwickeln, und gleichzeitig gilt es, dass Sie Ihre Freude und Ihr Engagement für die Lehre erhalten. Welche Haltung und Handlungen sind dafür hilfreich?

In diesem Workshop haben Sie die Gelegenheit, sich in vertraulichem Rahmen mit Lehrenden verschiedenster Fachgebiete über Ihre persönlichen Erfahrungen und Herausforderungen auszutauschen und neue Ideen für Handlungsstrategien zu erfahren. In Form von kollegialen Beratungen erhalten Sie Anregungen und Entwicklungsimpulse zu Ihren konkreten persönlichen Fragen.

Der Workshop ist auf max. 12 Teilnehmer/-innen begrenzt. Bitte bringen Sie offene Neugier und Experimentierfreude mit.

 

Promotionsmanagement für Promovierende an FH und Uni

Dr. Jutta Wergen

Ein gutes Selbst- und Zeitmanagement während der Promotionsphase erhöht den erfolgreichen Ausgang des eigenen Promotionsprojektes und die Lebensqualität währenddessen. Der Preconference-Workshop speziell für Hochschuldidaktiker/-innen ist zur Verbesserung des eigenen Zeit- und Selbstmanagements in der Promotionsphase konzipiert.

Mit Impulsvorträgen und Übungen erhalten Sie/erhältst du die Gelegenheit,

  • das eigene Zeit- und Selbstmanagement zu verbessern
  • die Promotionsphase so zu strukturieren, dass eine work-life-balance hergestellt wird
  • die Schreibphase besser und entspannter zu bewältigen
  • mit den Unsicherheiten in der Promotionsphase sicher umzugehen
  • eigene Fähigkeiten und Ressourcen zu mobilisieren

Gemeinsam mit Gleichgesinnten können Sie/kannst du weitere Themen vertiefen z. B.: Ziele- und Zeitplanung, Umgang mit Unsicherheiten und Konflikten im Promotionsprozess, Kommunikationsabläufe in der Promotionsbetreuung, Karriereplanung. Die angebotenen Themen werden speziell auf die konkreten Anliegen der Teilnehmenden zugeschnitten.

Dr. Jutta Wergen: Expertin für wiss. Nachwuchsförderung, Hochschuldidaktische Multiplikatorin, Promotionscoaching, Coach (systemisch), Trainerin für wiss. Schreiben, NLP-Master, uvm.

 

Kollegiale Beratung und Hospitation in der Lehre

Eva-Maria Schumacher

Im Rahmen hochschuldidaktischer Angebote sind die Kollegiale Beratung und Hospitationen zwei zentrale Maßnahmen, um die Qualität der Lehre zu verbessern.

In diesem Workshop werden Konzepte zur Kollegialen Beratung und Hospitation vorgestellt und teilweise erprobt. Es geht neben der Organisation solcher Angebote vor allem um Abläufe und methodische Ansätze, wie etwa die Themenzentrierte Interaktion, die zum Gelingen maßgeblich beitragen.

Die TeilnehmerInnen gehen aus dem Workshop mit Konzepten, ersten Erfahrungen und Ideen für den Transfer in den eigenen Tätigkeitsbereich heraus.

 

"Das Problem ist die Lösung?! Einführung in das Problembasierte Lernen (PBL)"

Dr. Antonia Scholkmann

Inhalt: In dem Workshop lernen die Teilnehmen die Methode des problembasierten Lernens als Alternative zum traditionellen Lernen an Hochschulen kennen.

Problembasiertes Lernen (PBL, im deutschen Sprachraum auch als PoL, Problemorientiertes Lernen, bekannt) ist ein hochschuldidaktisches Konzept, das im europäischen Ausland weit verbreitet ist. Universitäten und Fachbereiche in den Niederlanden, Großbritannien, Schweden, Dänemark oder der Schweiz arbeiten teilweise flächendeckend mit diesem Lernarrangement, bei dem Studierende Fachwissen anhand konkreter, alltagsnaher und für ein Fach typischer Problemstellungen, den so genannten Fällen, erwerben. Die Besonderheiten des PBL sind dabei, dass die Fallarbeit von Beginn des Studiums an und sowohl zum Erarbeiten von Grundlagenwissen als auch für die Vertiefung und Anwendung eingesetzt werden kann, dass sie nach strukturierten Bearbeitungsschritten abläuft und dass sie konsequent von einem/einer Tutor/Tutorin begleitet wird, der/die den Bearbeitungsprozess beobachtet und steuert.

Positive Effekte des PBL sind insbesondere auf den Ausbau von Problemlösefähigkeit und Handlungskompetenzen bekannt. Die Befunde stammen dabei überwiegend aus der Medizin, wo die Methode auch entwickelt wurde, der Einsatz von PBL eignet sich aber für ein breites Spektrum von Disziplinen und kann fachspezifisch angepasst werden.

Der Workshop startet mir einer kurzen Einführung in Geschichte, Elemente und methodisches Vorgehen des PBL; im Anschluss erproben die Teilnehmenden die Durchführung einer Problembearbeitung mithilfe der Methode der "Sieben Schritte". Eine abschließende Reflexion in der Gruppe bietet dann die Möglichkeit, über Ansätze zur Implementierung von PBL in die eigene Lehre und über die institutionelle Verortung der Gestaltung von Lehre nach Problembasierten Prinzipien zu diskutieren.

Die Teilnehmendenzahl ist auf 16 Personen beschränkt.

 

"Das wissenschaftlich-akademische ePortfolio für Lehrende und Lernende"

Ivo van den Berk, Wey-Han Tan

Workshop für Einsteiger/innen und Expert/innen.

Ziel ist die gemeinsame Entwicklung bzw. der Austausch von tragfähigen Konzepten für die ePortfolio-Arbeit und die vertiefte Auseinandersetzung mit den zentralen Fragen und Problemfeldern.

Inhalt: ePortfolios für Lehrende und Lernende stellen ein vielversprechendes Format dar, die Entwicklung der Lehrkompetenz bzw. der Studierfähigkeit zu fördern. Seit 2009 wird im Master of Higher Education ein ePortfolio auf Basis von MAHARA zur Begleitung und Förderung der Kompetenzentwicklung, zur Vernetzung und auch zur Vorbereitung der Masterarbeit eingesetzt (vgl. z.B. Merkt 2010). Dieses Konzept wollen wir nun im Rahmen des Qualitätspakt-Projekts "Universitätskolleg" an der Universität Hamburg für die Unterstützung der Entwicklung der Studierfähigkeit für den Einsatz in unterschiedlichen Studiengängen, Fachbereichen und Fakultäten adaptieren und weiterentwickeln. In der aktuellen Konzept- und Pilotphase arbeiten wir eng mit anderen Teilprojekten im Rahmen des Universitätskolleg-Projekts zusammen, die sich u.a. mit der theoretischen Modellierung von Studierfähigkeit oder der praktischen Implementation von Betreuungsstrukturen (Mentoring/Tutoring) auseinandersetzen.

Der Workshop beginnt mit einer "Hands-on"-Phase zur Einstimmung in die Arbeit mit ePortfolios. Im Anschluss werden die zentralen Konzeptualisierungen der beiden genannten ePortfolio-Ansätze skizziert, Ergebnisse dargestellt und bestehende Problemfelder verdeutlicht. Auf dieser Basis sollen in Kleingruppen spezifische (eigene) Themen (z.B. Taktung, Reflexionsimpulse, Inhalte und Ziele) ausgearbeitet werden, die dann in der Großgruppe vorgestellt, diskutiert und ggf. zu einem Gesamtkonzept zusammengefasst werden sollen.

Merkt, Marianne. 2010. "Das studienbegleitende eLehrportfolio im «Master of Higher Education»". Hrsg. Claudia de Witt und Thomas Czerwionka. Zeitschrift MedienPädagogik 18 (Themenheft: Neue Medien und individuelle Leistungsdarstellung – Möglichkeiten und Grenzen von ePortfolios und eAssessments (2009/2010)): S. 1–18. Online verfügbar: http://www.medienpaed.com/zs/content/view/247/72/ (Abfrage: 04.12.2012).

 

Theater in der Lehre

Sabine Oeft

"Lustvolles Denken" – wünschte sich Bert Brecht von seiner Theaterkunst, dass der Mensch sich seiner selbst bewußt und lebendig sei.

Diesem Prinzip folgend, bietet der Workshop Einblicke in die Möglichkeiten von fachübergreifend theatralen Methoden zur Weiterentwicklung individueller Lehrkompetenz. Theorie und Praxis verbinden sich jederzeit durch offengelegte methodische Vorgehensweisen.Dies ermöglicht einen ständigen produktiven Austausch.

Praxisorientiert begeben sich die Teilnehmer in drei Teilbereiche:

  • Ideenwerkstatt – Ausgangspunkte sind die eigenen Zielorientierungen.
    Was wünschen Sie sich? Welche Erfahrungen haben Sie? Wo könnten weitere Potenzen liegen?
  • Praxis-Laboratorium – Im geschützten Raum erproben wir spielerisch bekannte Szenarien und Konfliktsituationen über Mittel der Improvisation.
    Zur Kompetenzerweiterung dient "try and error" als kreatives Grundprinzip.
    (Theaterformen von Augusto Boal, Keith Johnstone und Bert Brecht bilden den Teppich, auf dem sich die TeilnehmerInnen theatral bewegen.)
  • Transferbereich - Über das Reflektieren eigener Erfahrungen gelangen die TeilnehmerInnen zur Individualität ihrer Lehrpraxis. In dieser Kette schließen sich neue, fachspezifische Möglichkeiten an, welche in die eigene Lehrdidaktik eingehen können.

Beinahe unmerklich beschreiten die TeilnehmerInnen einen Weg zu sich selbst als Lehrende: Welche persönlichen Kapazitäten wurden entdeckt? Wie nutze ich sie? Welche sind lohnendes, zu eroberndes Neuland ?

 

Lehre im Projektformat in den Ingenieurwissenschaften

Nina Friese und Dominik May

Die berufliche Praxis für angehende Ingenieure ist maßgeblich von der Arbeit in Projektkontexten geprägt. Dabei gilt es im Allgemeinen in einem Team eine Problemstellung zu definieren, sie effektiv zu bearbeiten und eine passende Lösung zu finden. Diese Herangehensweise an einen Problemlösungsprozess erlernen Studierende in klassischen Lehrformaten nur bedingt. Im Normalfall werden ihnen im Rahmen von Vorlesungen fertige Lösungen wissenschaftlicher Forschungsarbeit präsentiert. Dabei steht primär das Ergebnis und nicht der Prozess im Vordergrund. Um die Studierenden auf die Erfordernisse der Arbeitswelt vorzubereiten bieten sich universitäre Lern-Lehr-Formate in Projektform an. Dabei führen Studierende in Teams eigene Projekte - von der Problemdefinition bis hin zur Präsentation einer Lösung - durch.

In diesem Workshop werden wir mit Ihnen gemeinsam die Planung als auch die Durchführung studentischer Projekte in der Lehre betrachten. Ziel dabei ist es, dass Sie Anregungen und Möglichkeiten finden Ihre eigene Lehre in Projektform zu planen und durchzuführen. Einsteigen werden wir mit einem konkreten Beispiel aus der Lehrpraxis an der TU Dortmund. Davon ausgehend werden wir die theoretischen Grundlagen für Projekte in der Lehre sowie die Abstimmung von Lehr-Lernzielen, Lehr-Lernsetting und Prüfung aufeinander ableiten (Constructive Alignment). Im Laufe des Workshops werden unter anderem folgende Fragen betrachten:
Warum ist es für mich als Lehrende/-r überhaupt interessant ein Lehrprojekt anzubieten? (Rolle als Lehrende/-r; Vorstellungen und Ziel der eigenen Lehre reflektieren)

Was ist das Verständnis von Projekten an der Hochschule?

Wie kann die Abstimmung von Lehr-Lernzielen, Lehr-Lernsettings und Prüfungen in Projekten gelingen?

 

 

Abstracts der Keynotes

Promoting the Scholarship of Academic Development: from what we 'do' to what we 'know' through the questions we ask

Prof. Ranald Macdonald, Emeritus Professor of Academic Development, Sheffield Hallam University, Großbritannien

A simple definition of academic development is given by Handal (2008) - "it refers to activities in an academic institution to improve the quality of its education. It is particularly related to activities that involve the academic faculty in their educational functions ( . . . ). It also involves working at an institutional level with structures and functions . . .". In this sense, given the main purpose of higher education, we should all see ourselves as academic developers.

In this presentation I wish to explore the shift from a skills-based approach to academic development to one which becomes more scholarly by adopting an inquiry-based approach to our practices. As such, we need to engage in the activities that define what it means to be 'academic' and 'scholarly'.

After exploring what we mean by the terms involved I will illustrate, through some of my personal experiences, how I moved from a pragmatic approach to providing support to one that provides more of a challenge, uses research and inquiry to inform both policy and practice, and draws on a range of theoretical perspectives to supporting and leading educational change. The stories range from working with individual academics, course teams, institutions and nationally.

At various points I will invite participants to reflect on their own context and practices and to consider how what they do might become more scholarly.

We will also explore some of the challenges we face and how we can address these so as to be seen as valuable members of our academic communities.

Assessing and Rewarding Excellent Academic Teachers - experiences from Lund University

Dr. Thomas Olsson, Faculty of Engineering, Lund University, Schweden

Lund University is one of Scandinavia's largest and strongest institutions for education and research. Since 1666 it has stood for excellence and innovation and it is currently ranked as a top 100 university in the world. The university encourages the establishment of reward systems for excellence in teaching - Pedagogical Academies - in all faculties. The faculty of Engineering established its reward system in 2001 and the culture of the faculty is shifting towards increased value of scholarly development of teaching and student learning.

Pedagogical competence is a key-concept in academic teaching. It involves relations between pedagogical practice - the ability to teach in a way that actively supports student learning - and pedagogical theory. Pedagogically component teachers should be able to use their disciplinary expertise within a teaching practice based on relevant theoretical pedagogical understanding focusing on the improvement of teaching and student learning. Teachers should be able to observe effects of their teaching and to analyse, draw conclusions, and plan for further development of the teaching practice.

The keynote will focus on what constitutes pedagogical competence and excellence in academic teaching and what procedures and methods could be used in a systematic and scholarly assessment of excellent teachers. Organisational benefits will be highlighted and the development at the faculty of Engineering will be discussed together with reflections on some theoretical aspects and a model for pedagogical competence. The arguments are built on a large amount of empirical data including teaching portfolios written by teachers from different subjects and teachers' scholarly papers from a campus conference held every second year at the faculty.

Von Honigtöpfen und Fettnäpfen — Ein Blick aus der Stiftung auf die Hochschuldidaktik

Dr. Antje Mansbrügge, Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Das Stiftungswesen fördert die Wissenschaften auf vielfältige Weise. Programme für Innovationen in der Hochschullehre haben in den letzten Jahren zugenommen, bilden aber noch immer einen sehr kleinen Ausschnitt der Förderaktivitäten von Stiftungen in der Wissenschaft. Haben Stiftungen die Hochschuldidaktik als "Motor für Lehrentwicklung" im Blick? Was denkt man in Stiftungen über die Hochschuldidaktik? Man könnte so gut zueinander passen, aber . . .

Hochschulforschung und -entwicklung im Spiegel disziplinärer und forschungsmethodischer Pluralität

Prof. Dr. Michaela Gläser-Zikuda, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Hochschulforschung beschäftigt sich mit der Untersuchung von Lern- und Arbeitsbedingungen an Hochschulen und deren Auswirkungen auf die beteiligten Akteure sowie die Gesellschaft. Hochschulforschung als interdisziplinäres Wissenschaftsfeld untersucht Strukturen, Prozesse und Wirkungen des komplexen Handlungsfeldes Hochschule vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Wandels sowie internationaler Vergleiche.

Im Vortrag wird auf interdisziplinäre Perspektiven der Hochschulforschung eingegangen; es werden speziell erziehungswissenschaftliche, psychologische sowie soziologische Fragestellungen und forschungsmethodische Zugänge präsentiert und hinsichtlich ihres Ertrags für die Hochschulforschung und -entwicklung diskutiert. Zentrale Bereiche von Hochschulen werden dabei in den Blick genommen, wie z.B. Hochschullehre und -didaktik sowie Qualitätssteuerung und -entwicklung.

Es werden gegenwärtig zunehmend zahlreiche Implementations- und Interventionsmaßnahmen in Lehre und Studium an deutschen Hochschulen gefördert. Neben theoretisch-konzeptionellen Herausforderungen stellt sich hier insbesondere auch die Frage nach geeigneten Forschungsmethoden zur Dokumentation und Kontrolle der Implementationen sowie vor allem nach der Überprüfung ihrer Wirkung und Nachhaltigkeit. Im Vortrag wird daher auf qualitative und quantitative Forschungsmethoden sowie deren Kombination im interdisziplinären Zusammenhang eingegangen. Diskutiert wird vor allem das Potential verschiedener interdisziplinärer forschungsmethodischer Zugänge in der Implementations- und Interventionsforschung für die Weiterentwicklung von Hochschulen.